FRANCO CONSULTING GMBH

Marketing für Handwerk und lokale Dienstleister

Im Handwerk ist die Ausgangslage meist umgekehrt zu anderen Branchen: Aufträge sind da, Kapazität fehlt. Marketing hat hier deshalb selten die Aufgabe, mehr Anfragen zu erzeugen — sondern bessere, und vor allem: die Leute zu finden, die sie abarbeiten.

Beides läuft über dieselben Kanäle, mit sehr unterschiedlicher Ansprache.

  • Ausrichtung auf margenstarke Arbeiten statt auf jede Anfrage
  • Einzugsgebiet nach Anfahrtszeit statt nach Postleitzahl
  • Vorqualifizierung nach Umfang und Zeitraum im Formular
  • Personalgewinnung über Social Media mit Zwei-Minuten-Bewerbung
  • Google-Unternehmensprofil und Bewertungen systematisch pflegen

Bessere Aufträge statt mehr Anfragen

Wer pauschal wirbt, bekommt vor allem Kleinaufträge und Preisanfragen. Die kosten Zeit im Büro und bringen wenig.

Interessant ist die gezielte Ausrichtung auf die Arbeiten mit der besten Marge und auf das Einzugsgebiet, das ihr wirtschaftlich sinnvoll bedienen könnt. Anfahrtszeit ist im Handwerk ein Kostenfaktor, den Werbung mitdenken muss.

Zur Vorqualifizierung gehört auch, im Formular nach Umfang und Zeitraum zu fragen. Das kostet ein paar Anfragen und spart deutlich mehr Zeit am Telefon.

Fachkräfte erreichen, die nicht suchen

Der Geselle, den ihr sucht, hat einen Job. Er liest keine Stellenanzeigen und ist auf keiner Jobbörse aktiv — aber er ist abends auf dem Handy.

Genau dort erreicht ihr ihn. Was zieht, sind konkrete Angaben: Arbeitszeiten, Bezahlung, Fahrzeug, wie weit die Baustellen entfernt sind, wie das Team ist. Aufnahmen von der echten Baustelle wirken dabei glaubwürdiger als jedes Hochglanzvideo.

Und die Bewerbung muss in zwei Minuten vom Handy erledigt sein. Wer einen Lebenslauf als PDF verlangt, verliert genau die Kandidaten, die er sucht.

Der Google-Eintrag ist die halbe Miete

Bei lokaler Suche entscheidet der Eintrag im Kartenbereich oft mehr als die Website. Vollständige Angaben, aktuelle Öffnungszeiten, Bilder von echten Arbeiten und ein stetiger Fluss an Bewertungen wirken unmittelbar auf die Sichtbarkeit.

Das kostet kein Werbebudget, sondern Regelmäßigkeit. Wer Bewertungen systematisch erfragt, statt darauf zu warten, hat hier innerhalb weniger Monate einen sichtbaren Vorsprung.

Erreichbarkeit entscheidet über den Auftrag

Wer anruft und niemanden erreicht, ruft beim nächsten an. Im Handwerk ist das der häufigste Grund für verlorene Aufträge — und er hat nichts mit Marketing zu tun.

Bevor Werbebudget fließt, klären wir deshalb, wie Anfragen bei euch ankommen und wie schnell jemand reagieren kann. Wenn dort der Engpass liegt, sagen wir das, statt Anfragen zu erzeugen, die verfallen.

Häufige Fragen

Wir haben genug Aufträge — brauchen wir Marketing?

Für Aufträge vielleicht nicht, für Personal fast sicher. Und es lohnt sich, die Zusammensetzung anzuschauen: Viele Betriebe sind ausgelastet, aber mit Arbeiten, die schlecht bezahlt sind. Gezielte Werbung kann den Auftragsmix verschieben, ohne die Menge zu erhöhen.

Wie groß sollte das Einzugsgebiet sein?

So groß, wie es sich rechnet. Eine Stunde Anfahrt pro Richtung frisst bei einem halbtägigen Auftrag die Marge. Wir setzen den Radius deshalb nach Fahrzeit statt nach Entfernung und schließen Gebiete aus, die sich nicht lohnen.

Lohnt sich das bei kleinen Betrieben?

Bei Personalsuche fast immer, weil eine unbesetzte Stelle direkt Umsatz kostet. Bei der Auftragsgewinnung hängt es am Auftragswert: Bei größeren Projekten rechnet sich Werbung deutlich schneller als bei Kleinreparaturen.

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